Nein zum Luxusprojekt
Referendum Kunstmuseum Bern

Nein zum Luxusprojekt

Man sagt, die Kunst brauche Tempel: massive Baukörper, die sich als Wahrzeichen inszenieren, als müsse Kultur schon von weitem sichtbar sein. Doch genau mit diesem Reflex hat das Referendumskomitee ein Problem – nicht mit der Kunst selbst. Die Kunst ist unschuldig.
Was viele stört, ist die Strategie dahinter: das elitäre Denken und das demonstrative Protzen mit Architektur. Solche Bauprojekte wirken wie Monumente einer vergangenen Haltung. Der zeitgenössische Kunstbetrieb funktioniert anders – offener, beweglicher, weniger exklusiv. Wer heute Kultur ernst nimmt, braucht keine Tempel, sondern Räume, die überzeugen, statt zu imponieren.