Nein zum Luxusprojekt
Referendum Kunstmuseum Bern

Hohe Kosten und ungewisse Sicherheiten

Ein Projekt von 147 Millionen Franken sprengt jedes vernünftige Mass. Der Kanton trägt das Hauptrisiko, ohne verbindliche Garantie für mögliche Mehrkosten. Ein Ja bedeutet, einen Blankoscheck für ein Fass ohne Boden auszustellen. Gleichzeitig wird behauptet, die Betriebskosten blieben stabil. Erfahrungen mit vergleichbaren Institutionen zeigen jedoch das Gegenteil: Betriebskosten steigen fast immer. Die Öffentlichkeit wird in falscher Sicherheit gewiegt, während zusätzliche Belastungen für die Steuerzahlenden absehbar sind. Der architektonisch wertvolle Anbau des renommierten Büros «Atelier 5» soll abgerissen und durch einen Betonklotz ersetzt werden. Dabei verpasst man die Chance, im Gebiet Hodlerstrasse/Waisenhaus städtebaulich einen echten Mehrwert zu schaffen. Zudem liegt das logische Kulturzentrum der Stadt Bern ganz woanders, nämlich am Helvetiaplatz. Dort könnte man eine kulturelle Marke entwickeln anstatt Steinklötze in die Stadt zu stellen.