Nein zum Luxusprojekt
Referendum Kunstmuseum Bern

Ungerechte Lastenverteilung

Die Standortgemeinde Bern und die Regionalkonferenz beteiligen sich nicht an den Baukosten – zahlen soll vor allem der Kanton. Dieses Modell ist weder fair noch nachhaltig. Während andere von Prestige und Strahlkraft profitieren, tragen die Steuerzahlenden die Hauptlast. Und das alles für ein Projekt, das den Kunstschaffenden kaum hilft, sondern vor allem ein elitäres Kunstverständnis zementiert. Zeitgemäße Kulturpolitik stärkt die breite Szene – nicht teure Prestigeprojekte für wenige. Am Ende stellt sich eine einfache Frage: Investieren wir in Menschen oder in Infrastruktur? Investitionen in Menschen bringen die besten Zinsen – das wusste schon Benjamin Franklin. Bildung, Förderung und lebendige Kultur zahlen sich langfristig aus. Gleichzeitig stehen dem Kanton Bern bereits neue Lasten bevor: Auch das Zentrum Paul Klee wird in den kommenden Jahren hohe Renovationskosten verursachen. Noch mehr Millionen in Beton zu binden, ist deshalb das falsche Signal.